Nehmt mir die Filzstifte weg!

Posted by alannis on September 30th, 2006 — Posted in Kastanienleben

Also - echt mal. Ich weiß schon, wieso mich Spatzl immer “Monga Debila” nennt. Und um das gleich klarzustellen - das soll keine Verunglimpfung von mongoloiden Menschen sein - sondern ist einfach eine liebevolle Umschreibung meiner Tollpatschigkeit.

Ich schaffe es fast täglich, mir meine Klamotten auf der Arbeit einzusauen. Nicht mit Essen - das ist keine Kunst, das habe ich schon vor etlichen Jahren perfektioniert - sondern mit diesen Filzstiften von Stabilo - diese dünnen Stifte, die es inzwischen in jeder Farbe gibt. Und mit denen “arbeite” ich im Büro viel. Gerne mit rot oder blau. Das Tolle an diesen Stiften ist, dass man gar nicht merkt, dass die Kappe ab ist, wenn man sich mit dem Unterarm drauf legt - weil der Schreibtisch voll mit irgendwelchen Listen oder Kontenblättern ist, in denen man nach irgendeiner Rechnung/Zahl etc. sucht. Und während der Unterarm schwer und warm und eng auf dem Stift - ohne Kappe - ruht…malt der Stift schöne rote oder blaue Punkte in die Klamotten. Sofern man was Langärmeliges anhat. Sonst auch gerne auf die nackte Unterarmhaut. Hab ich auch ständig gehabt im Sommer - immer bunte Punkte. Aber inzwischen hab ich lauter langärmelige Oberteile - vor allem meine ganzen heißgeliebten Sweatshirt-Kapuzen-Jacken - die halb ausgewaschene Filzstiftpunkte haben.

Einen Schritt weiter gehe ich, wenn ich rumfuchtel, weil ich grad irgendwas erkläre, dabei einen solchen Stabilostift - natürlich offen - in der Hand habe - und mir dann mal nen hübschen schwarzen Strich quer über den Busen (der steht halt am weitesten vor da oben in dem Terrain, deshalb treff ich den auch so gut) male. Hab ich jetzt auch schon zweimal geschafft. Gna.

Von meinen Händen will ich gar nicht anfangen. Dass die jeden Abend aussehen, als ob ich eigentlich im Kindergarten arbeiten würde, wo ich den ganzen Tag mit Kindern male, versteht sich von selbst…

Also: nehmt mir die Filzstifte weg! Ich darf höchstens mit Bleistiften arbeiten ab sofort, sonst muss ich demnächst meine komplette Garderobe erneuern…

Und ich sag noch - Spatzl, sag ich noch…

Posted by alannis on September 29th, 2006 — Posted in Kastanienleben

…kauf bitte die Wurmkur in der Spritze, diese gelbe Paste, denn die müssen wir den beiden Rackern nur grad reindrücken in den Mund und dann ist das Thema durch.

Hab ich gesagt. Und hat er natürlich nicht gemacht. Nein - Monsieur kauft natürlich was ganz anderes, nämlich diese kleinen Tübchen mit dem flüssigen Zeugs, welches man den Raubtieren zwischen die Schulterblätter aufträgt, weil “da kommen sie ja nicht selber ran”.

Selten so gelacht. Haha. Wer Katzen kennt, der weiß, dass die da rankommen, egal wie weit oben am Hinterkopf oder zwischen den Schulterblättern man das hinschmiert. Da wird das Rückenfell plötzlich komplett bis unter den Bauch gezogen, damit man sich da putzen kann. Oder auf einmal wird aus einer eher…ähm…unterbelichteten Katze ein Intelligenzbolzen, der sich das Zeug einfach mit der Hinterpfote abkratzt und sich dann die Pfotze abputzt. Hat übrigens alles das gleiche Ergebnis: wie junge Böcke durch die Wohnung springende Katzen, die sabbern und jammern und wie zwei Häufchen Elend aussehen - für mindestens mal ne halbe Stunde.

Zum Glück haben sie ja ihre tolle Katzenmama - die hat sich dann einfach ein Handtuch geschnappt, die Katze wie eine Mumie drin eingewickelt und mal für ne Weile beruhigend auf dem Arm gehalten und gekrault. Von den ganzen Kratzern an meinen Armen und Beinen will ich hier an dieser Stelle mal diskret schweigen….

Nächstes Mal nehm ich wieder die Paste - oder ich schmier dem Spatzl das Zeugs mal zwischen die Schulterblätter und dann muss er sich da selber lecken…

Ich sagte/schrieb doch…

Posted by alannis on September 25th, 2006 — Posted in Kastanienleben

…, dass Gott für mich sorgt, wenn ich “freudig meinen Zehnten” abgebe.

Diesen Monat ist es echt eng - ich musste ne heftige Zahnarztrechnung bezahlen, außerdem hab ich klamottentechnisch im Vormonat bissl mehr zugelangt als geplant - es war jedenfalls ein mehr als knapper Monat.

Und heute haben wir Post im Briefkasten mit der Nebenkostenabrechnung unseres Vermieters - und dabei liegt auch ein Scheck über 180 (!!) Euro. Spatzl kann davon also seine Prüfungsgebühr zahlen - und mein Monat ist auf einmal gar nicht mehr eng - sondern super entspannt.

Danke, Du lieber Vater da oben! :-)