Posted by alannis on Oktober 27th, 2006 — Posted in Kastanienleben, TaleTeller
Gestern wären der TaleTeller und ich 6 Jahre zusammen gewesen. Wenn wir zusammen geblieben wären…wenn er nicht gestorben wäre.
Es ist ein komiges Gefühl im Bauch, darüber nachzudenken. Was hätte sein können, was hätte anders sein können. Ob es überhaupt anders gewesen wäre. Aber es ist natürlich menschlich, in der Erinnerung die Dinge eher positiv zu zeichnen als sie es in der Realität waren, nicht wahr?!
Ja, vielleicht hätte es geholfen, wenn wir wieder zusammen gekommen wären. Vielleicht hätte ihm diese Beziehung - die dann ja endlich keine Fernbeziehung mehr gewesen wäre - geholfen, um von seiner Sucht loszukommen. Vielleicht hätte sich alles geändert, vielleicht wären wir wirklich zusammengezogen, so wie wir es uns manchmal ausgemalt haben. Und vielleicht wäre auch alles genauso gekommen, wie es nun mal gekommen ist. Was ich im Nachhinein für wahrscheinlicher halte. Denn - genug Chancen für eine Veränderungen gab es - trotz Fernbeziehung, trotz aller äußeren Umstände. Genug Liebe war auch im Spiel…und es hat nicht gereicht.
In meiner Urlaubwoche vor kurzer Zeit habe ich eine Art Abschiedsbrief an seine Eltern geschrieben. Dieses “Vorhaben” hatte ich schon lange mit mir herumgetragen - und erst jetzt die Kraft und Ruhe dafür gefunden. Ich habe seine Eltern nur einmal getroffen - einige Monate nach seinem Tod. Und ich kann nicht behaupten, dass mir das gut getan hat - und der Gedanke an ein erneutes Treffen war mir auch nicht angenehm. Vielleicht klingt das krass - aber es kommt sicherlich hier auch anders rüber, als es ist.
Ich weiß nicht, wieso es so ist. Vielleicht wäre es anders, hätte ich seine Eltern schon vor seinem Tod mal kennengelernt. Ja, sehr wahrscheinlich wäre es dann wirklich anders geworden. Aber so hatten wir überhaupt keine gemeinsame Basis außer ihm - und das ist…ich weiß auch nicht…nicht richtig gewesen für mich.
Man könnte es ganz krass auf einen Punkt bringen: dass ich das Gefühl hatte, in meiner Trauer schon “weiter” zu sein - nicht mehr das Bedürfnis habe, viel über ihn zu reden. Das habe ich bereits getan - und sicherlich wird es immer wieder Momente geben, wo ich das auch in Zukunft tun werde. Aber meine Zeit mit ihm - die gute und die schlechte Zeit - die ist jetzt in einer wunderschönen Kiste verpackt in meiner Seele. Ich öffne sie von Zeit zu Zeit, gucke hinein, tauche hinein - und kann sie dann aber auch ohne jegliche Traurigkeit wieder schließen. Dass seine Eltern ganz anders, viel mehr trauern als ich liegt in der Natur der Sache. Es ist nicht normal, wenn Eltern ihr Kind zu Grabe tragen müssen. Nein, ganz und gar nicht…
Jedenfalls habe ich einen langen Brief geschrieben und hoffe sehr, dass sie mich wenigstens ein wenig verstehen. Dass es nicht an ihnen liegt - sondern an mir und der ganzen Situation. Und ich hoffe, dass es irgendwann für sie mal wieder einen Tag ohne Tränen und Trauer gibt - wo sie einfach mal ganz egoistisch ihr Leben genießen - sich das auch gestatten - und mal für einen Moment vergessen können.
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Posted by alannis on Oktober 25th, 2006 — Posted in Kastanienleben
Hach ja. Das war mal ein schöner Abend gestern - ein superduper Honk-Honkine-Abend, sozusagen. Mit wissenschaftlichem Inhalt!
Gestern abend hat mich der Pünk ausgeführt - praktisch mein Geburtstagsgeschenk. Und als Lokalität hab ich mir dafür das Domus hier in Aschaffenburg ausgesucht - wurde mir von mehreren Arbeitskollegen empfohlen.
Und es hat sich echt gelohnt. Gemütlich, schön dekoriert, nette und schnelle Bedienungen, saubere Toiletten und das Essen war allererste Sahne. Wir haben uns gemeinsam über eine Tapasplatte hergemacht - und vorher hatten wir noch jeder ein Süppchen. Und die Platte war nicht mal ganz leer und wir waren schon pappsatt.
Alles handgemacht, mit viel Liebe, wunderschön angerichtet und einfach nur empfehlenswert. Und noch dazu bezahlbar. Da geh ich noch mal hin.
Mal ab vom Essen war der Abend sehr schön chillig, lustig, wir haben endlich mal wieder ausgiebig quatschen können, ich bin bezüglich seines Seelen/Liebeslebens mal wieder auf dem aktuellsten Stand und staune immer wieder, was für eine schöne Freundschaft das geworden ist.
Und er überrascht mich auch nach so vielen Jahren noch immer: diesmal mit einer wirklich (ja, wirklich!) interessanten Abhandlung über Astronomie - über Lichtgeschwindigkeitsexperimente von Galileo bis hin zu schwarzer Materie hab ich ne Menge erfahren, was ich vorher nicht wusste.
Vielleicht regt mich das ja mal an, dass ich meine Fühler auch mal wieder bissl über den Tellerrand rausstrecke und mich mal fachfremd über irgendein Thema informiere - sei es Origami, sei es Bionik, sei es die Geschichte Ghanas….einfach, um sich selber mal wieder neugierig zu machen auf neue Dinge, Sachen, die man bisher noch nicht wusste…
Danke, mir lieber Honk, für die Stunden, die Du mir gestern geschenkt hast.
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Posted by alannis on Oktober 22nd, 2006 — Posted in Kastanienleben
Heute endlich mal wieder im Godie gewesen - und überraschenderweise war auch mein Arbeitskollege da - das war echt schön, dass wir gemeinsam hingehen konnten.
Ansonsten nicht viel gemacht - am Freitag DVD-Abend mit Karla Kolumna und dem Nasenbär, Silent Hills geguckt, den ich jetzt nicht wirklich gruselig fand, auch nicht besonders gut - aber ein paar schöne Bilder/Atmosphäre hatte er.
Gestern viel geputzt, viel gechillt, eigentlich wollten wir X-Men 3 gucken, aber der hat nach rund 30 Minuten entschieden, nicht mehr zu laufen. Gna.
Sonst viel mit dem neuen mp3-Player rumgespielt, etliche Songs draufgepackt - ich hatte ihn diese Woche auf der Arbeit schon zweimal im Einsatz und kann nur sagen, dass ich begeistert bin - grad bei Aufgaben, auf die ich mich total konzentrieren muss, hilft mir die Musik, den Lärm in der Buchhaltung auszublenden - wir haben da leider ein, zwei Kolleginnen, die praktisch ununterbrochen labern..
Und wer mich kennt, weiß ja, dass ich eher zur stillen Fraktion gehöre…
Bissl WoW gezockt, lecker gekocht und gegessen - und morgen ist das Wochenende leider schon um - aber Anfang November hab ich ja noch mal drei Tage frei, wo es dann auch mal wieder an den Niederrhein geht.
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