OP-Jonglage

Posted by alannis on Februar 28th, 2008 — Posted in Kastanienleben

Ich hoffe mal, dass das Hauptwort zu jonglieren die Jonglage ist.. :-)

Männe hat seit 1,5 Jahren immer mal Bauchschmerzen. Die sind dann einen Tag lang heftig, dann ist wieder alles gut. Also absolut kein Grund für einen Mann, einen Doktor aufzusuchen.
Am 11.02. hat ja sein toller SAP-Kurs begonnen, den er vom Arbeitsamt bezahlt bekommt - um seine Chancen auf eine Stelle zu verbessern. Nach 3 Tagen hatte er täglich Bauchschmerzen, so dass er tatsächlich freiwillig zum Arzt gegangen ist. Beim Checken der Blutwerte stellte sich dann raus, dass da was in seinem Körper überhaupt nicht richtig läuft. Vermutlich Gallensteine. Im CT wurden keine gefunden, also wurde dann die Leber als Übeltäter vermutet. Letztendlich wurde er aufgefordert, einen OP-Termin im Krankenhaus zu vereinbaren - um sich die Gallenblase entfernen zu lassen.

Dieser Termin wäre gestern gewesen. Vorgestern habe ich ihn im Krankenhaus abgeliefert, damit er sich dort (wie vorab telefonisch besprochen) anmelden kann und dann am nächsten Tag operiert wird. Erst hat man ihn fast 5 Stunden in der Notaufnahme sitzen lassen, weil er erstmal untersucht werden sollte - dann kam er endlich auf ein Zimmer, aber der OP-Termin wurde erstmal gecancelt, weil die Ärzte eine Differentialdiagonistik erstellen wollten (was ja auch ne gute Idee ist). Also Ultraschall. Nix gefunden, weil zu viel Luft im Bauch. Also hat er sich wieder ins Bett legen dürfen und hat dann ein Medikament gegen Blähungen bekommen, um das mit dem Ultraschall am Mittwoch noch mal zu probieren (der Tag, an dem er ursprünglich operiert werden sollte). Den Ultraschall hat er dann gestern bekommen, dabei wurde ein Gallenstein entdeckt, der fast so groß ist wie die Galle selber (deswegen wurde er wohl auch nicht auf dem CT entdeckt).

Nachmittags wurde dann vorsorglich auch noch eine Magenspiegelung gemacht - aber da ist wohl alles okey. Also wurde ihm gestern am späten Nachmittag mitgeteilt, dass er heute früh operiert wird. Bis dahin hatten ihn dann also schon einige Ärtze gesehen und er hatte auch einige Formulare ausgefüllt, nicht zuletzt das für die Narkose - wo man auch sein Gewicht angeben muss.

Heute früh wurde er dann also rasiert, hat sich geduscht, hat seine “alles-egal”-Tablette bekommen, wurde in den OP gefahren, an die Infusion gelegt - und dann wurde festgestellt, dass er ja eigentlich viel zu schwer ist für den normalen OP-Tisch. Und damit wurde er wieder aufs Zimmer gebracht. Jetzt wird gewartet, dass der passende OP-Tisch frei wird, ob heute oder doch erst morgen, das ist noch nicht ganz klar.

Was ist das da eigentlich für ein Idiotenladen? Die haben doch gesehen, dass er groß und schwer ist. Die haben die Formulare von ihm, wo sein Gewicht drin steht - das brauchen die ja schließlich auch für die richtige Dosierung der Narkose, oder bin ich blöd?

Ich werde echt noch wahnsinnig. Vom Tagesgeld, was er ja schön blechen darf, wollen wir mal gar nicht reden…jedesmal muss er ewig lange nüchtern bleiben für nix und wieder nix…ich glaub, ich an seiner Stelle würde mich weigern, das komplette Tagesgeld zu zahlen, weil er ja seit Dienstag vormittag erst 2 mal Abendbrot bekommen hat und sonst nix…

GRRRRRR!

Nachtrag: Gestern wurde Männe endlich operiert, der Gallenstein ist echt riesig und liegt schön dekorativ auf seinem Nachtschränkchen. Sonst ist alles gut verlaufen, er kommt sogar eventuell morgen schon nach Hause. :-)